In der Mitte Deutschlands wurde ein mit der ASP infiziertes Wildschwein gefunden. Behörden versuchen, die erneute Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in andere Regionen abzuwenden.

  • In Mecklenburg-Vorpommern mussten tausende Schweine notgetötet werden
  • Mit der Afrikanischen Schweinepest infiziertes Wildschwein in Hessen
  • Maßnahmen im betroffenen Landkreis

Vor rund zwei Wochen hat sich in einem Schweinemastbetrieb im Landkreis Vorpommern-Greifswald die Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. 3.500 Tiere mussten gemäß Tierschutz-Schlachtverordnung tierschutzgerecht getötet werden. Der Landkreis geht aber von keinen Fällen bei Schwarzwild in freier Wildbahn aus. Dennoch sind einige Regionen Deutschlands in Alarmbereitschaft.

Afrikanische Schweinepest: Hessen gilt derzeit als Hotspot

In Hessen hingegen wurde die ASP bei einem krank erlegten Wildschwein festgestellt, das erste positiv getestete Wildschwein in dem Bundesland. Vor diesem Hintergrund versuchen das niedersächsische Landwirtschaftsministerium und die Landesjägerschaft Niedersachsen die Einschleppung aus dem benachbarten Bundesland zu verhindern. Jäger sowie schweinehaltende Betriebe sind zu erhöhter Wachsamkeit und zur strengen Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen aufgerufen.

„Ein ASP-Ausbruch in Niedersachsen hätte nicht nur große wirtschaftliche Konsequenzen für die betroffenen Betriebe, sondern wäre auch mit großem Tierleid verbunden. Deshalb müssen wir alles dafür tun, um die Einschleppung des Virus zu verhindern. Parallel arbeitet mein Haus fortlaufend an Lösungen, um die Folgen bei einem möglichen erneuten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Niedersachsen so gut wie möglich abzufedern.“ 

Auch das bayerische Landwirtschaftsministerium hat Maßnahmen angekündigt, um die Ausbreitung in Richtung Süden zu verhindern.

ASP: Landkreis leitete Maßnahmen gegen Ausbreitung ein

Die hessischen Behörden leiteten sofort nach dem Fund des Wildschweines Maßnahmen im betroffenen Landkreis Groß-Gerau ein. Neben der Errichtung von Schutzzäunen wurde neben dem Veterinäramt in der Kreisstadt eine Sammelstelle für Tierkadaver mit Desinfektionsschleuse aufgebaut.

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Wildschweine und Hausschweine endet sie meist tödlich. Eine Impfung gibt es bislang nicht.

Foto: Brigitte – stock.adobe.com (Symbolbild)

Categories:

Tags: