Frauen sind in der Landwirtschaft unterrepräsentiert. Umso wichtiger ist es, deren Belange in den Fokus zu stellen. In einem Betrieb trafen sich auf Einladung der BLE Landwirtinnen, um ihre Belange anzusprechen.
- Das beschäftigt Landwirtinnen
- Statement BLE-Präsidentin Büning-Fesel
- Anteil der Frauen in der Landwirtschaft
Vor kurzem lud die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) anlässlich des Weltfrauentages und des UN-Tages zehn Landwirtinnen in den Bio-Betrieb Stautenhof bei Willich-Anrath in Nordrhein-Westfalen ein. Ziel des Treffens war der Austausch und das Anliegen speziell von Landwirtinnen zu erörtern.
Weniger Bürokratie und bessere soziale Absicherung
Die anwesenden Landwirtinnen äußerten ihre Wünsche:
- weniger Bürokratie
- einen besseren Überblick über Förder- und Rückerstattungsmöglichkeiten
- die Bezahlung der sozialen Leistungen des Betriebes
- eine bessere soziale Absicherung der Frauen in der Landwirtschaft
„Frauen sind tragende Säulen der Landwirtschaft – sie leisten weltweit einen zentralen Beitrag zur Ernährungssicherung“, sagte BLE-Präsidentin Dr. Margareta Büning-Fesel. Doch die vielschichtigen Leistungen der Frauen seien häufig weniger sichtbar und strukturelle Hürden bestünden fort, so Büning-Fesel.
Frauen in der Landwirtschaft unterrepräsentiert
In Deutschland sind laut Statistischem Bundesamt (Destatis) rund 35 Prozent der Beschäftigten in der Landwirtschaft weiblich – unterdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Berufen. Der Frauenanteil über alle Sparten hinweg liegt bei etwa 47 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich der Unterschied bei Führungspositionen: Nur etwa 11 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe werden von Frauen geleitet. Viele Landwirtinnen arbeiten als mithelfende Familienangehörige und übernehmen neben Stallarbeit oder Büroorganisation oft zusätzlich Haushalt und Kinderbetreuung. Auch bei Hofübernahmen werden Männer noch häufig bevorzugt. Gleichzeitig wächst das Interesse junger Frauen an Agrarberufen. Etwa 25 Prozent der Auszubildenden in den sogenannten grünen Berufen sind weiblich.
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